Fischereiverein Peiting e.V. 

 


 

Deutensee

Der ca. 50 Hektar große Deutensee liegt zwischen Peiting und Steingaden im Gemeindebereich Steingaden. 

Er beherbergt eine Vielzahl von "Weißfischen" und daher auch einen sehr guten Bestand an Zandern, Hechten und Wallern. Dank des schlammigen Bodens vermehren sich auch die heimischen Teichmuscheln und sind in großer Zahl und beachtlicher Größe im See zu finden.  

Geschichte des Deutensees: 

Der Deutensee wurde im 15. Jahrhundert zusammen mit weiteren 34 Seen rund um Steingaden vom dortigen Kloster künstlich angelegt. Nach dem Stau hatte er schon damals seine heutige Form und Größe.  

Ursprünglich bestand der See nur aus dem “Deuteseeloch”, das auch heute noch besteht und Teil des jetzigen Sees ist.  

Urkundlich wurde der See 1594 erstmals als "Deüttensee" erwähnt. Es handelte sich bei der Urkunde um eine Aufstellung über Lohn und Pacht des Seeaufsehers Marx Püerling, der im Hof neben dem See, dem heutigen Deutensee 1 wohnte. Der Hof gehörte ebenfalls zum Kloster und war dem Seeaufseher vorbehalten.  


Im Rahmen der Säkularisation gingen 1803 die Güter des Klosters Steingaden, auch der Deutensee an den Staat. Aus dieser Zeit sind noch im Bereich zwischen Spitz und grüner Bank Marksteine aus Tuffstein mit dem Königlichen Siegel (KM) zu finden.

  

1804 verkaufte der Staat große Teile der Güter an den schweizer Seidenbandfabrikanten Meyer. Dieser verkaufte das Klostergut wiederum 1816 an die Bayerische Armee, die die Wirtschaftsgebäude in Steingaden zum Fohlenhof ausbauten. Alle dazugehörigen Seen wurden abgelassen und zur Streugewinnung für die Pferdezucht genutzt. Die Fläche des Deutensees betrug damals 146 Tagwerg, dies entspricht ca. 49 Hektar.  

1886 sollte das Gut erneut verkauft werden. Es fand sich jedoch erst 1889 ein Käufer, der pfälzer Weinhändler Kuby.  

1896 wurde das Gut inclusive See schon wieder verkauft und zwar an den Grafen von Dürckheim-Montmartin . Als dieser 1932 nicht mehr zahlungsfähig war, wurde das Gut zwangsversteigert und ging in das Eigentum einer Berliner Bank über. Diese verkaufte es 1935 weiter an die Bay. Landessiedlungs GmbH.  

1930 bis 1953 wurde der See wiederum nicht bespannt, sondern erneut zur Streugewinnung genutzt.  

1938 erwarben Karl und Marie Eberth das Gut. Nach dem Tod von Karl, wurde Marie alleinige Besitzerin. Frau Eberth stiftete große Teile des Guts an die Kirche. Daraus ging die Eberth`sche Gutsverwaltung mit der Bewirtschaftung der meisten Seen rund um Steingaden hervor.  

Der Deutensee jedoch wurde 1952 an die Gemeinde Peiting verkauft.  Für die Gemeinde war hauptsächlich die damit gesicherte Wasserversorgung der Peitnach und des damit verbundenen Freibades wichtig. 

Zunächst vom Fischhändler Alex Pförtner aus München für 20 Jahre gepachtet, erging die Vergabe des Fischrechts nach Ablauf des Pachtvertrages 1973 an den jungen Fischereiverein Peiting. 

Der Fischhändler hatte den See zur kommerziellen Nutzung gepachtet. Zu Beginn der Pachtzeit ließ er einen neuen Mönchen einbauen und die "Bachmutter" auf 3000 Metern ausheben. Er hatte jedoch große Probleme mit den im “Loch” hausenden Wallern und Hechten, die sich nicht abfischen ließen und großen Schaden unter seinen Satzfischen anrichteten. Daher errichtete er einen Zaun, der das “Loch” vom Rest des Sees abtrennte. Reste dieses Zauns konnte man noch bis in die 1990er Jahre im See entdecken. 



Peitnach

Die Peitnach entspringt als Auslauf aus dem Deutensee und fließt zunächst als Deutenseebach relativ unberührt durch Filzwiesen und Wälder. 

Vor Kellershof nimmt sie noch den Auslauf des Grubsees auf und fließt dann vorbei an Langenried, bis sie bei Lamprecht die B17 kreuzt und als Wiesenbach nach Kurzenried fließt. 

Nach dem Durchfluß des "Halmbacher Weihers" wird die begradigte Peitnach, jetzt als Peitinger Mühlbach, am Freibad vorbei nach Peiting geleitet.

Nach ca. 9 Kilometern mündet sie zunächst in den "Gumpen" (der schönste Dorfweiher Bayerns) in Peiting. Von dort wird sie in den Mühlbach und die eigentliche Peitnach aufgeteilt. Die beiden Bäche treffen sich wieder im Weiher vor dem ehem. Sägewerk Schweizer und fließen durch eine Rohrung unter der Münchner Straße durch, an der Sandgrube vorbei. Kurz vor der Grabhofbrücke, dem Grabhofsteg, mündet noch der Hauserbach ein und der jetzt ganz stattliche kleine Fluß fließt weiter an der Herzogsägmühle vorbei in Richtung Lech.  Dabei nimmt sie noch den Latterbach, das Wasser der Kläranlage Peiting und als letzen Zulauf das Wasser des Lexenbachs auf.

Kurz vor der Staustufe 7 wird die Peitnach vor dem Damm umgeleitet und fließt fast einen Kilometer lang unterhalb des Damms parallel zum Lech. Das letzte Stück fließt die Peitnach in einem Rohr unter der Staustufe 7 drunter weg und sie mündet letztendlich direkt nach der Staustufe 7 nach 14,5 Fließkilometern in die Lechstaustufe 8.

Die Peitnach darf von ihrem Ursprung bis zur Brücke an der Staatsstraße 2014 bei Herzogsägemühle befischt werden. 

Der Bereich unterhalb der Brücke (ca. 2 Kilometer) wurde als Schonstrecke ausgewiesen, damit sich dort aus dem Lech aufsteigende Forellen, Äschen und Huchen ungestört vermehren und diesen Bereich als Jugendstube nutzen können.    


Stererbach

Der Stererbach oder Störerbach entspringt aus den Wiesen am Marderbichel zwischen Ödenhof und Luttenbach.  Er mündet nach ca. 3 Kilometern in die Lechstaustufe 6.

Bei Kreut fließt er unter der Straße hindurch und ergießt sich dann über den höchsten Wasserfall Peitings (!!!) in den sog. Stererbach-Fjord. Auch die Mündung in den Lech erfolgt über einen ca. 3 Meter hohen Wasserfall in einer Schlucht oberhalb des alten Kreuter Steges.

Der Stererbach wurde früher sogar sehr ergiebig befischt, heute dient er uns nur noch als Aufzuchtbach für Bachforellen.  



Hauserbach

Der Hauserbach entspringt mit glasklarem Quellwasser zwischen Pater-Schelle-Straße und Seestraße in der Nähe des AGFA-Werks und läuft dann am Eselbrunnweg vorbei nach Peiting/Hausen.

Nach ca. 1,3 Kilometer vereinigt er sich im Hauser Weiher mit dem Seebach und fließt dann in einer verwachsenen, wilden Schlucht weiter, bis er nach einem weiteren halben Kilometer auf den Schwarzlaichbach trifft und diesen wieder in sich aufnimmt.

Nach weiteren 200 Metern mündet dann der Hauserbach oberhalb der Grabhofbrücke in die Peitnach.

Am Hauserbach ist das Fischen ab dem Auslauf aus dem Hauser Weiher erlaubt. Der obere Teil dient uns als Aufzuchtbach für Bachforellen.    



Seebach

Der ca. 3 km lange Seebach entspringt auf dem Dragoner- und Weitfilz zwischen Winterleiten und Hohenbrand. Kurz bevor er unter der B472 hindurch fließt, nimmt er noch den kurzen Grembach auf und fließt dann an den Seewiesen vorbei in Richtung Peiting. In Peiting/Hausen trifft er dann im Hauser Weiher auf den Hauserbach. 

Der Seebach wird von uns als Aufzuchtbach für Bachforellen, Elritzen, Barben und Nasen genutzt. Im unteren Teil, einem tiefen Canyon, findet sich auch ein guter Bestand an Steinkrebsen.



Schwarzlaichbach

Der Schwarzlaichbach ist fast auf seiner gesamten länge von ca. 5,6 Kilometern unverbaut und meandert mit einem dunkelbraunen, fast schwarzen Moorwasser durch Wälder und Wiesen. 

Er entspringt im Schindermoos bei Hohenpeißenberg. Nachdem er das Wasser aus dem Badeweiher und zahlreicher Entwässerungsgräben aufgenommen hat, fließt er zwischen Schwarzlaichmoor und Hirtenwiesfilz hindurch.

Hier hat er früher auch das Entwässerungswasser des Torfwerks aufgenommen. Nachdem das Moor im NSG jedoch in den letzten Jahren durch aufstauen der Entwässerungsgräben wieder "vernässt" wird, fehlt dem Bach in diesem Bereich deutlich Wasser und in den trockenen Sommern der letzten Jahre trocknet der Schwarzlaichbach im unteren Bereich teilweise sogar vollkommen aus.

Er mündet oberhalb der Grabhofbrücke in den Hauserbach, bevor dieser dann nach ca. 200 Metern wiederum in die Peitnach mündet.

Der Schwarzlaichbach kann von uns befischt werden, er wird jedoch nur spärlich mit Wildfischen besetzt. In den Bereichen, die nicht vom Austrocknen betroffen sind, hält sich teilweise auch ein Bestand an Steinkrebsen.




Haselbach/Ramsauer Bach

Das ca. 4 Kilometer lange Haselbächel oder Ramsauer Bach wurden lange als Aufzuchtbach genutzt. Es gab dort einen schönen Bestand an Elritzen. Leider trockenet der Bach im Sommer regelmäßig aus, so daß er von uns nicht mehr genutzt, sondern als Biotop behandelt wird. Das Haselbächel entspringt an den nordöstlichen Ausläufern des Schneidbergs und läuft durch Wiesen, teilweise mit Eschen und Erlen gesäumt bis in den Löschweiher in Ramsau. Der Auslauf aus dem Löschweiher ist dann der Ramsauer Bach. Er läuft durch Ramsau, unter der B23 hindurch und versickert letztendlich nach einigen hundert Metern in einem kleinen Weiher in den Ramsauer Wiesen.

 



Grünbach

Der Grünbach ergibt sich aus dem Zusammenfluß von Bergwiesenbach und Schwarzbrunnenbach unterhalb der sog. Bergwiesen er fließt ca. 2 Kilometer entlang und unter der B17 hindurch. Beim Flugplatz in Langenried nimmt er noch den Wolfsgrubenbach auf und mündet dann zwischen Lamprecht und Höfle in die Peitnach.

Der Grünbach wird als Aufzuchtbach für Bachforellen genutzt. 



Kurzenrieder Graben

Der Kurzenrieder Graben entspringt in selbigem, an den westlichen Ausläufern des Schnaidbergs. Er mündet nach ca. 3,2 Kilometern oberhalb von Kurzenried in die Peitnach.

Auch der Kurzenrieder Graben wird von uns nur noch zur Aufzucht von Bachforellen genutzt.



Butzauer Bach

Der Butzauer Bach beginnt in einem Filz zwischen Unterengen und Butzau im Gemeindebereich Steingaden. Er läuft östlich und parallel zur B17 und mündet nach  1,7 Kilometern noch oberhalb von Kellershof in die Peitnach. Kurz vor der Mündung, nimmt er noch das Wasser des Steingrabens auf.

Er wird von uns als Aufzuchtbach für Bachforellen genutzt.